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Bad Schörgau hat eine Jahrhunderte lange Tradition als Bauernbad, eingebettet in die gelebte Kultur der Sarner Bergbauern. Die hauseigene Quelle wurde bereits 1624 erstmals als Heilquelle erwähnt. Das historische Bauernbadl mit Zuberzellen arbeitet mit dem Wasser aus dem Quellursprung und dem Re-Nature Anwendungsangebot rund um die Sarner Latsche. Das Badl besteht im Erdgeschoss aus einem Eingangsbereich mit Beratung und den Räumlichkeiten des Bauernbadls, im Obergeschoss befinden sich Anwendungs- und Massageräume. Der Eingang in den Badlbereich erfolgt über eine Wand mit Rankenmuster, das aus dem historischen Giebelornament des Bauernbadls abgeleitet wurde. Der Raum wurde vollständig mit heimischer Lärche ausgekleidet, an der Zugangsseite werden die Anwendungsprodukte auf handgeschmiedeten Nägeln aus Schwarzstahl ausgestellt. Eine frei geschwungene Treppe verbindet die beiden Geschosse. Die Form der Treppe und die fliessenden Raumfolgen nehmen Bezug zum Thema Wasser. Ein als Freiform und mit Zirbenschindeln ausgekleideter Ruheraum ergänzt das Angebot. Die „Baustoffe“ liefert die Natur: Stein und Holz - hart und beständig zum einen, warm und wohnlich zum anderen. Als Stein wird der lokale Sarner Porphyr für die Herstellung der Böden und Putzoberflächen verwendet. Die heimische Lärche wird für Türen, Böden und die Einrichtung eingesetzt. Traditionelles Handwerk wie die Federkielstickerei (Pfauenfedern) für die Ledergriffe der Türen stellt einen direkten Bezug zur Sarner Kultur her. Als Waschbecken dienen ebenfalls speziell angefertigte Email-Schüsseln.


Bauherr: Bad Schörgau
Ort: Sarntal/Südtirol
Nutzfläche: 400 m²                                                                                                                                                                                                    Projekt und Realisierung: 2016-2017                                                                                                                                                                          Fotos: Gustav Willeit

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