Wettbewerb – New Museum of Architecture and Design, Helsinki
Engere Auswahl: Top 65 von 634
Das kommende Architektur und Designmuseum in Helsinki, direkt an der prominenten Hafenkante soll ein Ort des Zusammenkommens werden. Für Stadtbewohner, Besucher, Touristen, Kinden, Eltern, Studenten, Pensionäre… 

In Analogie zu den historischen Kirchbooten steht das kommende Museumsgebäude für das Zusammenbringen der Menschen, in unterschiedlichsten Anlässen und Unternehmungen. Das Museumsgebäude wird nicht nur für den Besuch der Ausstellungen einen Anlaufpunkt bilden, sondern soll auch einen Ort des sozialen Treffpunktes, Arbeitsplatzes, der Werkstatt, der Bibliothek sein und kann so eine Zuflucht bilden, um sich kreativ inspirieren zu lassen, zu forschen, zu tüfteln, zur Ruhe zu kommen oder den Tag ausklingen zu lassen. 

Das raue, naturalistische und einprägsame Erscheinungsbild der Gebäudekubatur, ähnlich einer fassenden Schale, oder eines Bootes stütz sich auf der Wahrnehmung der robusten und ursprünglichen, finnischen Landschaft und dem rauen Auftreten der Ostseeküste mit seinen Schärenformationen und Relikten. 
Auch die Fassadenhaut wird in
einer natürlichen Erscheinung gedacht. Eine verbrannte, erdig wirkende Holzfassade soll die Einflüsse von Witterung strukturell 
aufzeigen. Im Kontrast zu der robusten Haut stehen die perlmutähnlichen, schillernden Glasflächen, an der vertikalen Fassadenwand, wie auch als Perle auf dem Dach. 

Bedacht wurde der Baukörper an die Uferkante im Vordergrund der bestehenden Promenade gesetzt. 

Durch die dynamische Grundrissform, werden weder Sichtachsen vom Land auf das Wasser und die gegenüberliegende Hafenansicht versperrt, noch die Umgebung der Laivasillankatu oder des Tähtitorninvuori verdeckt. Mit der Dreiseitigkeit des Gebäudes und die Einschnitte in die Fassade entstehen drei einladende und platzbildende Ankunftspunkte, welche sich in das Innere des Gebäudes ebenso großzügig hineinziehen. Über die vertikale Verbindung im Gebäude wird dieser Raum wie eine Fontäne bis auf die Dachfläche unterstützt und wieder aufgeweitet, ähnlich eines 
Hühnergottes (adderstone). 

Alle Ausstellungsräume und konzentrierten Funktionen sind um diese vertikale Erschließung gespielt und können ebenso Einheiten in sich bilden. 
Ein Gleichgewicht zwischen Platz für Begegnung, individueller Ausfaltung und gerecht werden der themenspezifischen Räume wird beabsichtigt.
Aus dem Juryprotokoll: „The triangular proposal maintains a generous space around it. Skilfully integrated into the urban fabric, the overall composition conveys a sense of mystery and uniqueness.“
Wettbewerb: Enge Auswahl (Upper Category) unter den Top 65 von 634 Einreichungen 
Bauherr: City Helsinki / Design und Architekturmuseum / Real Estate Company ADM 
Ort: Helsinki / Finnland 
Kubatur: 10.050 m³
Baukosten: 105.0 Mio 
Mitarbeit: Paula Thurow

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