Grundschule und Umfeld, Freilassing
Entlang des Birkenweges wird ein kompakter Neubau vorgeschlagen, der den kompletten Klassen-, Lern- und Kindergartenbereich enthält. Als Vermittler zum dem historischen Zentralschulhaus fungiert die neue Aula, sie bildet gleichzeitig das neue Herzstück der Schule. Die Komposition des Bestands aus drei Hauptteilen und kleineren "Verbindungsbauten" wird übersetzt, indem sich auch das Volumen des Neubaus in drei durch eine Fuge getrennte Volumina auflöst. Die Körnung der neuen Schule passt sich damit an die Kleinteiligkeit des Bestandes und der Umgebung an. Ihre Satteldächer prägen sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch das innere räumliche Erlebnis der Schule. Sie verleihen der Schule einen hohen Wiedererkennungswert und stärken damit die Identität des Bildungsstandortes.
Auszug aus dem Protokoll des Preisgerichts:
"
Ein sehr detailverliebtes, identitätsstiftendes und nachhaltiges Projekt, das einen schönen baukulturellen Beitrag für diesen Ort leistet und die Geschichte fortsetzt. Das Konzept versucht an die Tradition, an den historischen Bestand anzuknüpfen, und dennoch neue Wege einzuschlagen. Es entstehen schöne Raumerlebnisse und interessante Raumfolgen. Innen- und Außenbereiche scheinen fast zu verschmelzen. Räumliche Transparenz wird durch die offenen Geschosse erreicht und ermöglicht den Kindern in allen Altersstufen ein Gefühl „Zuhause“ zu sein. Die Körnung der neuen Schule passt sich an die Kleingliedrigkeit der Umgebung an. Die zeitgemäße „Dreischiffigkeit“ gliedert diesen kompakten Körper auch durch die spannend gesetzten Zäsuren bzw. Fugen in der Fassade, die der Baumasse eine Filigranität und Eleganz verleihen. Insgesamt ist der Beitrag städtebaulich sehr selbstbewusst positioniert und erfährt eine Reduktion durch seine Materialität. Die Materialwahl und Farbgebung scheinen sehr gelungen und greifen den Kontext auf."
Wettbewerb: 2021 - Anerkennungspreis
Bauherr: Stadt Freilassing

Ort: Freilassing / Deutschland
Kubatur: 38.000 m³

Baukosten: 17.8 Mio
Mitarbeit: Anna-Lena Bodendörfer, Matteo Bolgan​​​​​​​

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