Sport- und Freizeitpark Brixen
Am südlichen Abschluss der Stadt Brixen soll ein neuer Sport- und Freizeitpark entstehen, der zu einem generationsübergreifenden Ort der Begegnung wird. Ein Eissportzentrum, aber auch Einrichtungen für Tennis, Fußball, Leichtathletik, Turnen und Kampfsport sowie eine eigene Unterkunft schaffen zudem Platz und hochwertige Räume für ein starkes Vereinsleben, verschiedenste Trainingslager und große Wettkämpfe.
Die Verschmelzung von Architektur und Natur wird zur identitätsstiftenden Charakteristik des Projekts. Über die Dächer der in die Topographie eingebetteten Gebäude entwickelt sich eine durchgehende Grünfläche, welche alle Funktionen der neuen Sportzone miteinander verbindet. Die verschiedenen Stadien und Sporthallen – inklusive eines Eissportzentrums – treten lediglich als sanfte Geländeerhebungen in Erscheinung. Die Formen sind weich und geschwungen, inspiriert von der Idee der Bewegung, die mit Sport verbunden ist.
Der Wald, der sich aus dem Flussraum des Eisacks heraus nahtlos auf das Grundstück zieht, rahmt den Park und seine Arenen. Dadurch wird das neue Areal an denselben bedeutenden Grünzug angeschlossen, der auch das Stadtzentrum durchquert. Der grüne Ring schafft für den Sport- und Freizeitpark eine neue "grüne Lunge", die ihm frische, gefilterte Luft zuführt. Das mikroklimatisch wirksame Ökosystem bietet Schutz vor Lärm, Wind und Verschmutzung. Dabei wird der Park zu einem Ort der Entschleunigung und Zuflucht, der (Wald-)spaziergänge durch vielfältige und abwechslungsreiche Landschaften ermöglicht.
Zu den wichtigsten Überlegungen des Projekts gehören die ausgewogene Nutzung erneuerbarer Energien, eine Strategie zur Regenwassersammlung und -wiederverwendung für den Park wie auch für die neuen Stadien, eine Materialstrategie des Re- bzw. Upcyclings und der CO2-Kompensation, sowie ein Low-Tech-Umweltkonzept, welches sich beispielsweise vorhandene Strömungen und Winde zu Nutze macht und die Anlagen mit Frischluft versorgt.

Wettbewerb: Anerkennungspreis
Bauherr: Gemeinde Brixen

Ort: Brixen / Südtirol
Kubatur: 130.000 m³

Baukosten: 38.0 Mio
Mitarbeit: Matteo Bolgan, Jonathan Bruegmann, Anna-Lena Bodendörfer

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